„Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Galater 5,1 (Monatsspruch Oktober)
Liebe Leserinnen und Leser!
Kennen Sie Situationen, in denen Sie den Eindruck haben: Hier wird mir die Luft zum Atmen genommen? Jeder erwartet von mir. Und ich kann nicht mehr Schritt halten? Nicht nur andere, Sie selbst und scheinbar auch Gott haben unerfüllbare Erwartungen. Alles um Sie und in Ihnen wird bedrohlich. Am liebsten würden Sie ausbrechen, neu anfangen. Mancher wagt es, aber ist es dann anders?
Vielleicht sind die folgenden Zeilen Ihnen aus dem Herzen gesprochen (woher ich sie habe und von wem sie sind – ich weiß es nicht): „Ich möchte gern frei sein von meiner Angst, gegen den Strom zuschwimmen, damit ich tun kann, was recht ist. Ich möchte gern frei sein von dem Zwang, immer nur an mich selbst zu denken, damit ich auch den andern sehe. Ich möchte gern frei sein von meiner Art, den bequemsten Weg zu gehen, damit ich mich mit gutem Gewissen freuen kann über das Erreichte. Ich möchte gern frei sein von der Lieblosigkeit anderen gegenüber, die mir nicht liegen, damit es mir nachher nicht leidtut. Ich möchte gern frei sein von allem Neid auf jeden, der etwas ist oder hat; denn Neid macht mich unglücklich. Ich möchte gern frei sein von meiner Schuld, die mich immer wieder bedrückt, damit ich neu anfangen kann.“
Der Apostel Paulus zeigt auf, wo es diese Freiheit gibt. Wir sind befreit! Jesus möchte, dass wir leben. Zu ihm dürfen wir kommen mit all dem, was uns unfrei macht, mit unseren Erwartungen und den Erwartungen anderer. Er setzt nicht unter Druck, auch nicht unter frommen Druck. Mit seiner Kraft und seinem Sieg dürfen wir rechnen. Er hat uns frei gemacht, damit wir für ihn und mit ihm leben können.
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Pfarrerin Edelgard Richter